Wohntrends

Mehr als funktional

Von Mark Krüger · 2018

Zentrum des Hauses und Wohlfühloase: Wo einst allein die Funktionalität regierte, haben in Küche und Bad sich heute Design, Hightech und Wohnlichkeit hinzugesellt.

Nur kochen und spülen? Das war einmal. Nur duschen und Zähne putzen? Auch. Wenn es Räume gibt, die in den letzten zehn Jahren einen regelrechten Wandel vollzogen haben, dann sind es die Küche und das Badezimmer. Küche: smarter Wohnraum In der Küche als neues Herz des Eigenheims kommt die Familie zusammen, hier verbringt man Abende mit Freunden,
hier toben sich Hobby-Köche aus. Ein separater Raum ist out. Hip ist das «Wohnen in der Küche» und ihre Verschmelzung mit dem Wohn- und Essbereich. Als integraler Bestandteil gleicht die Küche samt Elektrogeräte gerne einer modernen Inszenierung, die schickes Design und innovatives Hightech gekonnt vereint. Neben dem Industrial Style mit viel Edelstahl sind in diesem Jahr Küchen aus nachhaltigem Material, etwa Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, angesagt.
Offene Regale und gläserne Elemente wie Vitrinen lösen geschlossene Fronten ab. Anhaltender Trend ist die Smart Kitchen, etwa in Form von App-gesteuerten Geräten und Beleuchtungskonzepten oder Arbeitsplatten zum Aufladen von Smartphones. Bad: Natur pur Auch wenn es um das Badezimmer geht, gibt es so einige technische Spielvarianten:
von der selbstreinigenden Toilette über den Duschkopf mit Lautsprecher bis hin zur Badewanne mit integriertem Duftzerstäuber. Für die meisten Eigenheimbesitzer spielt das Bad 4.0 aktuell eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist ihnen der Wohlfühlfaktor, ein Ambiente, das den Alltagsstress vergessen lässt und zum Verweilen einlädt. Fliesen im Retro-Design oder aus Naturstein sowie Elemente aus Holz stehen in diesem Jahr hoch im Kurs. Wer sich innerhalb schlichter, warmer Farbwelten bewegt lässt das Bad zudem zeitlos wirken. Mit kleinen Farbkleksen, wie zum Beispiel farbigen Handtüchern oder grünen Pflanzen, lässt sich die Wohlfühloase individuell aufwerten.